Archiv: Frühjahr 2007

»Die Möwe«

von Anton Tschechow
Zum Stück

Obwohl »Die Möwe« ein Stück voller Melancholie ist und ein Selbstmord geschieht, nannte Tschechow es eine Komödie, eine Komödie des menschlichen Dramas.

Der Lehrer liebt Mascha, Mascha liebt Kostja, Kostja liebt Nina und Nina liebt Trigorin. Der erfolgreiche Schriftsteller Trigorin möchte lieber angeln als schreiben, der Gutsbesitzer Sorin möchte lieber schreiben als ein Gut verwalten. Alle leiden sie am unerfüllten Leben, keiner hat die Kraft sich zu ändern, jeder möchte das sein und das besitzen, was unerreichbar ist. »Wir beschreiben das Leben so, wie es ist und weiter weder piep noch pup,« schreibt Tschechow selbstkritisch über sich und seine Schriftstellerkollegen an einen Freund.

»Alles ist mies«, fasst der Berliner Starkritiker Alfred Kerr 1917 die Botschaft zynisch verkürzend zusammen. Aber »Die Möwe« ist mehr als ein tableaux menschlicher Unzulänglichkeiten, denn es geht schließlich auch um die Frage, wie das Theater sein muss.

»Unter allen Stücken Tschechows nimmt die Möwe einen besonderen Platz ein. Vor dem Hintergrund des Lebens, des kleinen Lebens in der Provinz, eröffnet sich in großen Linien das Problem des künstlerischen Schaffens, das des Schriftstellers, des Schauspielers, so wie es Jahre später Pirandello in den Sechs Personen wiederaufgenommen hat.«
Georges Pitoeff

Das Stück spielt auf dem Landgut einer alternden Schauspielerin. Ihr Freund, der berühmte Schriftsteller Trigorin, begegnet dort der jungen, zur Frau erblühenden Nina. Die beiden verlieben sich ineinander, und Nina reist dem Schriftsteller in die Stadt nach; sie wird Schauspielerin, allerdings eine schlechte, bekommt ein Kind von Trigorin und wird bald von ihm verlassen und vergessen. Zwei Jahre später versammelt sich die gleiche Gesellschaft wiederum auf dem Landgut.
Am 17. Oktober 1896 hatte die Komödie »Die Möwe« am Alexandra-Theater in Petersburg Premiere.

»Tschechow, das ist für mich der größte Geist der ganzen Weltliteratur.«
Andrzej Szczypiorsk

Vorstellungstermine
  • 18. Mai 2007
  • 19. Mai 2007
  • 25. Mai 2007
  • 26. Mai 2007
Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr.
Einlass der Gäste um 19:30.
Gespielt wurde im Palais-Keller am Kongresszentrum.
Plakat zum Stück
Plakat zum Stück
Mitwirkende
Schauspieler
Alexander Bauer
Moritz Erbach
Cedrik Akpeje Essi
Dagmar Anna Regina Exner
Kim Gregor
Kathrin Hülz
Manuel Klüpfel
Jens Kroker
Lisa Labisch
Jan-Arwed Maul
Technischer Meister
Johann Braumandl
Regieassistenz, Soufflage
Carolin Hauck
Jessica Klör
Bühnenbild, Plakat
Wladimir Petrichev
Regie
Lilia Petrichev
Fotos zum Stück
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