Archiv: Sommer 2009

»Vier Einakter«

Der Heiratsantrag, Die Hochzeit, Der Bär und Über die Schädlichkeit des Tabaks

von Anton Tschechow
Zum Stück

Tschechows Bühnenwerke, die mit ihrer impressionistischen Menschen- und Milieuzeichnung, mit ihrer Symbolik und dem suggestiven Zauber ihrer meist schwermutsvollen Stimmung sich weit von der klassischen Dramentheorie entfernen, sind nicht Handlung, sondern Musik.
Maxim Gorki

DER HEIRATSANTRAG
Ein gutsituierter, doch um seine Gesundheit hypochondrisch besorgter Junggeselle begibt sich zu seinem Gutsnachbarn, diesen um die Hand seiner Tochter zu bitten. Dieser ist einverstanden und schickt ihm das Mädchen, doch noch ehe der Aufgeregte seinen Antrag vorgebracht hat, geraten die beiden in einen Streit über eine Grenzwiese, in den sich auch der Vater, der hinzukommt, einmischt. Es werden so unfreundliche Worte gewechselt, dass der Antragsteller, der einen Herzschlag fürchtet, hinausrennt. Erst da erfährt die Tochter, was er eigentlich wollte, und zwingt den Vater, den Freier sofort zurückzuholen...

DIE HOCHZEIT
Nun wird geheiratet. Der Provinzadel hat sich zur Vermählung zusammengefunden. Die Anwesenheit einer höher gestellten Persönlichkeit soll dem Fest eine vornehme Note verleihen. Nach geduldigem Warten erscheint endlich der General und sorgt für die eine oder andere Überraschung...

DER BÄR
Eine trauernde Gutsbesitzerin und Witwe gibt sich der Erinnerung an ihren verstorbenen Mann hin, wenn sie auch weiß, dass er sie zu Lebzeiten betrog. Da erscheint ein Gläubiger des Verstorbenen, der sich nicht mit «übermorgen», wenn ihr Verwalter wieder zurück ist, abwimmeln lässt, sondern der morgen sein Geld zur Begleichung schuldiger Zinsen braucht. Die Tonart zwischen beiden wird von Minute zu Minute gröber, bis der Gläubiger schließlich die Witwe zum Duell herausfordert...

ÜBER DIE SCHÄDLICHKEIT DES TABAKS
Die Humoreske enthält die Beziehungsgeschichte des skurrilen Antihelden Iwan Iwanowitsch Njuchin, der eine Rede über die »Schädlichkeit des Tabaks« halten soll. Er selbst ist zwar Raucher, doch da seine Frau ihm den Vortrag »befohlen« hat, gibt es für ihn keine Widerrede. Dabei weicht er jedoch zunehmend vom Thema ab und verstrickt sich tragikomisch in fabulierende Beziehungs- und Lebensgeschichtchen, die seine einstigen Lebensträume im Schatten seiner scheinbar allgegenwärtigen Frau scheitern ließen.

Vorstellungstermine
  • 25. Juli 2009
  • 26. Juli 2009
  • 28. Juli 2009
  • 29. Juli 2009
  • 30. Juli 2009
  • 31. Juli 2009
  • 1. August 2009
Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr.
Gespielt wurde im Innenhof der Universität, Domerschulstraße 13.
Plakat zum Stück
Plakat zum Stück
Mitwirkende
Schauspieler
Alexander Bauer
Sebastian Eberle
Moritz Erbach
Dagmar Anna-Regina Exner
Michael Fersch
Kim Gregor
Christian Groß
Katharina Kerner
Dmitri Nedrenco
Evgeni Petrichev
Anna Poimann
Technischer Meister
Johann Braumandl
Regieassistenz, Soufflage
Jessica Klör
Plakat
Wladimir Petrichev
Regie
Lilia Petrichev
Fotos zum Stück
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