Archiv: Sommer 2008

»Elektra«

von Sophokles
Zum Stück

Orest ist mit seinem alten Pfleger nach Mykene gekommen, um den Tod seines Vaters Agamemnon zu rächen, den Klytaimnestra und ihr Geliebter Aigisthos nach seiner Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg ermordet hatten. Orest gibt sich zunächst nicht zu erkennen, sondern läßt seinen vermeintlichen Tod melden, um Klytaimnestra in Sicherheit zu wiegen. Tiefer als alle anderen trifft die Nachricht seine Schwester Elektra, die sich in Leid um das Vergangene verzehrt, nur an Rache für ihren Vater denkt und sehnsüchtig auf den Bruder wartet. Schroff weist sie alle Einlenkungsversuche ihrer Mutter zurück, ebenso aber auch die ihrer Schwester Chrysothemls. Da sie nun Orest tot glaubt, ist sie entschlossen, die Sühne an Aigisthos selbst zu vollziehen. Ihrem unbeugsamen Leid gegenüber vermag Orest sich nicht länger zu verstellen. Er gibt sich Ihr zu erkennen. Überglücklich treibt Elektra ihren Bruder zur Tat. Orestes ermordet seine Mutter und Aigisthos.

KLYTAIMNESTRA war die Tochter der Leda und des Tyndareos, des Königs von Sparta, und die Gemahlin des Agamemnon. Schon bevor die griechische Truppe nach Troja auszog, hatte Klytaimnestra gute Gründe, ihren Mann zu hassen. Um günstigen Wind für die Reise nach Troja zu erhalten, erklärte er sich bereit, ihr Lieblingskind Iphigenie zu opfern. Als dann das Opfer vollzogen werden sollte, führte die Göttin Artemis Iphigenie auf die Insel Tauris, wo sie als Priesterin lebte. Klytaimnestra hatte öffentlich eine Affäre mit Aigisth, Agamemnons Cousin, und herrschte mit ihm über Mykene. Als Agamemnon am Ende des Krieges heimkehrte, wurde er von Klytaimnestra mit einem Netz festgehalten und von Aigisth mit einer Axt zerstückelt.

ELEKTRA war die Tochter des Agamemnon und der Klytaimnestra und die Schwester von Iphigenie, Chrysothemis und Orestes. Ihr Name, der einst »Feuer« oder «Funke» bedeutete, bezieht sich auf Bernstein. Als ihr Vater von Klytaimnestra getötet wurde, rettete Elektra ihren jüngeren Bruder Orest und sorgte dafür, dass er Aigisthos bösartigen Absichten entkam.

OREST — Um das Verbrechen an seinem Vater, Agamemnon, zu rächen, tötete Orest seine Mutter. Das große Grauen, das die Griechen über Orestes Tat empfanden, prägt seinen Mythos nachhaltig. Auch wenn er nur Rache gegen die Mörder seines Vaters gesucht hatte, wie es ihm das Orakel geraten hatte, konnte der Tod einer Mutter durch ihren Sohn nichts anderes als Unheil bringen. Die Erinyen, rächende Gottheiten, verfolgten Orest unerbittlich. Mit irrem Blick und verstört wanderte Orest wie ein Geächteter durch Griechenland. Schließlich ging er nach Delphi, um Apollon, der ihm zu diesem Mord geraten hatte, um Hilfe zu bitten. Er sollte nach Athen gehen, um vor dem Aeropag, einem alten, von Athene geleiteten Rat, vor Gericht gestellt zu werden. Der Freispruch besänftigte die Erinyen.

ERINYEN — die Verärgerten. Sie gingen aus den Blutstropfen des Uranos hervor, die die Erde GAIA bei seiner Kastration durch seinen Sohn Kronos aufnahm. Erinyen verfolgten jene Sterblichen, die Blut vergossen hatten, und trieben sie in den Wahnsinn. Wenn die Rachegöttinnen besänftigt wurden, bekamen sie den Namen Eumeniden — die Wohlgesinnten. Sehr oft wurden sie mit einer Fackel, einer Geißel und einem Speer, den Werkzeugen der Rache, dargestellt.

Vorstellungstermine
  • 20. Juli 2008
  • 21. Juli 2008
  • 22. Juli 2008
  • 23. Juli 2008
  • 24. Juli 2008
  • 25. Juli 2008
  • 26. Juli 2008
Alle Vorstellungen beginnen um 20:30 Uhr.
Gespielt wurde im Innenhof der Universität, Domerschulstraße 13.
Plakat zum Stück
Plakat zum Stück
Mitwirkende
Schauspieler
Alexander Bauer
Michael Fersch
Stefan Geyer
Kim Gregor
Tom Jahn
Katharina Kerner
Lisa Labisch
Anna Poimann
Technischer Meister
Johann Braumandl
Regieassistenz, Soufflage
Jessica Klör
Plakat
Wladimir Petrichev
Regie
Lilia Petrichev
Fotos zum Stück
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